Fragen ohne zuzuhören?

Letzten Donnerstag war ich mit meinem Chef aus dem Praktikum unterwegs zum Pflanzengroßhandel, um etwas Heidekraut für den Verkauf der Gärtnerei zu besorgen. Da ich nun einige Wochen nicht dort war, fragte er mich sogleich, wie denn meine Lehrgänge liefen.

„Wie hat’s dir den da gefallen?“, „Wie viele wart ihr denn da?“, „Warst du da im Internat?“, alles Fragen, die ich gerne beantworte, besonders gerne berichte ich über meine vielen Fahrradtouren von dort, nur muss ich in meine Antwort ja beide Lehrgänge, die auch noch an verschiedenen Orten waren, einbeziehen, aber alles kein Problem ließe er mich denn auch ausreden.

Immer wieder unterbrach er mich, indem er die nächste Frage stellte (in etwa so, wie er auch Arbeitsanweisungen gibt). Da frage ich mich als autistisch-denkender Mensch natürlich: Hat der mir denn eigentlich zugehört?

Nun, ich neige natürlich dazu, sehr auf Details einzugehen, weil sie mir wichtig erscheinen und insgesamt sehr ausführlich zu berichten.

Dennoch frage ich mich: Wie viel von dem, was ich gesagt habe, hat er auch behalten?

Auf alles vorbereitet

Vor kurzem hatte ich meinen ersten Ausbildungslehrgang in Dresden. Da ich mein Fahrrad mitgenommen habe konnte ich mir den Luxus, meine geräumige Reisetasche für diese Woche mitzunehmen, nicht leisten. Ich musste ja alles unterwegs transportieren können, schließlich hatte ich die Strecke vom Pirnaer Bahnhof nach Dresden-Pillnitz auf zwei Rädern zu bewältigen.

Also ging es schwer bepackt los, ein großer, vollgestopfter Wanderrucksack auf dem Rücken, die Laptoptasche umhängend, sowie den Fahrradkorb und den Gepäckträger beladen. Als ich beim Lehrgang ankam, wurde ich erst mal gefragt, ob ich gerade zuhause ausgezogen bin. Dabei habe ich aus meiner Sicht vor allem das Nötigste mitgenommen. Die anderen Teilnehmer kamen zum Teil mit einem Rucksack und ich frage mich, wie kriegen die da alles rein, die Arbeitskleidung und -schuhe, die Wechselwäsche, die Waschsachen? Nun gut, die müssen keine Trompete zum Üben oder einen Laptop zum Komponieren mitschleppen, geschweige denn einen weiteren Rucksack für die Fahrradtouren.

Mir ist insgesamt aufgefallen, dass andere Leute, wenn sie unterwegs sind, weniger mitnehmen als ich. In meinem Rucksack sind immer allerhand Dinge – wie zum Beispiel verschiedene Werkzeuge – drin, damit ich auf sämtliche Situationen bestens vorbereitet bin. Der Nachteil ist natürlich, dass ich oftmals schwerer zu schleppen habe.

In ein paar Wochen habe ich wieder einen Lehrgang in Dresden, da werde ich es wieder genauso machen. Immerhin, es hat sich gelohnt, das Fahrrad mitzunehmen:

Sächsische Schweiz, der Blick von der Bastei auf die Elbe

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