Geschenke

Es ist Heiligabend, einige Leute versuchen noch schnell ein Geschenk zu ergattern, um sich dann aus überfüllten Innenstädten schnell in friedliche Weihnachtsstimmung zu begeben.

Vor kurzem wurde das Ergebnis einer soziologischen Studie veröffentlicht, die zeigt, wie wichtig es doch ist, sich etwas zu schenken. Der ganze Stress ums Schenken kommt mir schon manchmal etwas übertrieben vor und häufig will man wohl sein Gegenüber mit einem Geschenk nur gnädig stimmen. Dennoch ist all dies offenbar wichtig für das Funktionieren unserer Gesellschaft. Über Menschen, die niemandem etwas schenken, denkt man schnell: „Der/ Die gönnt mir nichts, mit der Person will ich nichts zu tun haben.“

Ich habe, wie wohl fast jeder andere Mensch unseres Kulturkreises auch, das Problem, dass ich schon gar nicht mehr weiß, was ich denn zum Beispiel meinen Geschwistern schenken soll. Irgendetwas finde ich dann doch und auch für mich bedeutet das vorher leider, mich durch völlig verstopfte Fußgängerzonen zu quetschen, alles in der Hoffnung, da bald wieder raus zu sein und im Idealfall auch noch für jeden gleich ein Geschenk gefunden zu haben.

Am schlimmsten sind für mich Weihnachtsmärkte, die ich aufgrund der Menschenmassen und vielen Geräusche am liebsten meide. Doch sollte es in der Weihnachtszeit nicht eigentlich besinnlich und voller Vorfreude zugehen, anstatt stressig und hektisch?

Warum tue ich mir den Stress eigentlich an, nur um Geschenke zu finden? Weil ich damit anderen eine Freude machen kann und wann wäre das passender als an einem Tag, an dem wir den Geburtstag von Gottes Sohn feiern?

Ich wünsche allen Lesern des Blogs einen besinnlichen Heiligen Abend.

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