Über mich

Ich heiße Johannes Lewke und wurde im Dezember 1992 geboren (wie alt ich dementsprechend bin, könnt ihr doch sicher ausrechnen, oder?).
Ich wurde 2012 als Asperger-Autist diagnostiziert, was für mich eine Antwort auf viele Fragen war.
Demnächst werde ich ein Studium der Landschaftsarchitektur in Dresden beginnen.
Ich bin Christ und lebe dies auch im Alltag.

Warum schreibe ich diesen Blog?

Irgendwie war mir schon immer klar, dass ich anders bin, ich habe mir allerdings nicht viel dabei gedacht. Dennoch gehörte Mobbing für mich besonders in der Schule zum Alltag. Eines Tages fragte mein Klassenlehrer in der sechsten Klasse einen der Mitschüler, die sich an dem Mobbing beteiligten, warum jene mich ärgerten. Seine Antwort war, wie ich heute rückblickend sagen muss, sehr treffend: „Johannes ist irgendwie…anders.“
Nachdem ich meine Diagnose bekommen habe, hatte ich viel Zeit, mich selbst unter dem Stichwort „Autismus“ besser kennen zu lernen, wo mir auch die Blogs anderer Autisten sehr behilflich waren. Deren Arbeit bewundere ich sehr und irgendwann kam ich an den Punkt, dass ich mir sagte, ich müsste eigentlich selber mal in einem Blog über meine eigenen Erfahrungen schreiben.
Da ich meinen Blog nicht als Konkurrenz, sondern vielmehr als Ergänzung zu anderen verstehe, versuche ich, einerseits über meine persönlichen Erfahrungen mit dem Thema Autismus, andererseits auch über einige Themen zu schreiben, über die es noch nicht viel Geschriebenes gibt.

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19 Gedanken zu „Über mich

  1. Lieber Johannes, als ein ehemaliger Bekannter über die Schule möchte ich dir meinen höchsten Respekt aussprechen, dass du über deine Situation so offen schreibst! Tatsächlich hat mir dies einen gewissen Einblick in deine Denkmuster gegeben, sodass ich vieles nun anders einordnen kann. Mach genauso weiter!

    Liebe Grüße,
    Nico

  2. Lieber Johannes,

    erst nach zwei Jahren gab mir die Frau meines Herzens den Hinweis, ihr Anderssein könnte mit Asperger Autismus zusammenhängen. Sie hätte jedoch keine Diagnose und begründete schlüssig, weshalb sie beruflich für sie mit Nachteilen verbunden wäre. Das verstand ich. Aber noch so gut wie nichts von Autismus. Um sie besser zu verstehen und mit ihr in lebendiger Beziehung zu bleiben, fand ich eine Selbsthilfegruppe, pflege Kontakte mit diagnostizierten Asperger Autisten, bleibe in Kommunikation inner- und außerhalb der Gruppe zwecks Erfahrungsaustauschs und nicht zuletzt betreibe ich Lektüre.

    Eine DVD und zwei Bücher empfehle ich:

    1. Diagnose Mensch
    Einblicke in das Leben erwachsener Asperger-Autisten

    2015, 68 Min. plus 160 Min. Bonus
    DVD Kauf 32,- EUR | Ausleihe 12,- EUR | Preis V & Ö 60,– EUR
    https://www.medienprojekt-wuppertal.de/diagnose-mensch

    2. Steve Silberman: Geniale Störung. Die geheime Geschichte des Autismus und warum wir Menschen brauchen, die anders denken. 608 Seiten, 15€

    3. Christine Preißmann, Marion Bayer, Nicole Höhlriegel, Christine Meyer, Meike Miller: Überraschend anders: Mädchen & Frauen mit Asperger
    2013, 192 S. , 13 Abb. , Broschiert (KB)
    ISBN: 9783830468196
    EUR [D] 19,99 EUR [A] 20,60

    Deinen Blog finde ich sehr gelungen. Er ist vielschichtig und reichhaltig. Ich will alles lesen, was du schriebst. Vielen Dank für deine wertvollen persönlichen Mitteilungen!

    Gruß
    Dieter

  3. Hallo Johannes,
    Ich finde es sehr bemerkenswert wie du selbst als betroffener über dieses Thema schreibst.Sehr stake Leistung wie du damit umgehst.
    Ich interessiere sehr über dieses Thema, zum einen weil ich noch mehr erfahren möchte, und zum anderen weil ich darüber eine Facharbeit schreibe. Könntest du dir vorstellen mir einige fragen zu beantworten ?

  4. Ich bin auf deinen Blog gestoßen, weil ich deinen Namen in einem Zeitungsartikel (von dem Konzert des Diesterweg- Gymnasiums, wo ich ebenfalls gesungen habe) gefunden habe und die Angewohntheit habe Personen im Internet zu suchen, die mich in irgendeiner Art und Weise interessieren. Dein Blog gefällt mir sehr gut. Man kann sich sehr gut in deine Lage hineinversetzen, vorallem da es mit persönlichen Aspekten unterstrichen wird. Vorallem das absolute Gehör finde ich faszinierend, da ich selbst bereits ein gutes Gehör habe. Jedoch kann ich nur hören, wenn jemand beispielsweise einen falschen Ton singt, oder wenn im Orchester jemand falsch spielt. Mich würde interessieren, ob du Emphatie empfinden kannst und ob es Gefühle gibt die du nicht verstehen kannst bzw. die du nicht besitzt.

  5. Ich bin auf deinen Blog gestoßen, weil ich deinen Namen in einem Zeitungsartikel (von dem Konzert des Diesterweg- Gymnasiums, wo ich ebenfalls gesungen habe) gefunden habe und die Angewohntheit habe Personen im Internet zu suchen, die mich in irgendeiner Art und Weise interessieren und du kamst mir nicht so langweilig vor wie andere. Dein Blog gefällt mir sehr gut. Man kann sich sehr gut in deine Lage hineinversetzen, vorallem da es mit persönlichen Aspekten unterstrichen wird. Vorallem das absolute Gehör finde ich faszinierend, da ich selbst bereits ein gutes Gehör habe. Jedoch im Orchester nur hören kann, wenn ein falscher Ton gespielt wird. Ich kann mir ehrlich gesagt ein absolutes Gehör auch nicht richtig vorstellen.

    • Ich freue mich, dass dir mein Blog gefällt. Ich habe auch mal einen Beitrag über das absolute Gehör geschrieben. Bei mir war es so, dass ich dachte, dass jeder die Töne einfach so heraushören kann, bis mir mein Musiklehrer in der zehnten Klasse sagte, dass das etwas ganz besonderes ist. Ich könnte mir das Musizieren eigentlich kaum ohne das absolute Gehör vorstellen. Auf jeden Fall war es mir bisher immer sehr nützlich, blöd ist es aber, wenn ein Stück mit einem Mal in einer anderen Tonart gesungen wird, da muss ich nämlich transponieren.

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