Wärme und Kälte

Wenn es heiß ist, schwitzt man, wenn es kalt ist, friert man, soweit die Theorie. Bei mir sieht die Praxis meist etwas anders aus. Während sich eine Umgebungstemperatur von 25 °C und heißer für mich schon unerträglich anfühlt, kommt es vor, dass ich selbst bei Minusgraden und ohne Jacke draußen nicht friere.

Über- und Unterempfindlichkeiten sind häufige Symtome der Autismus-Spektrum-Störungen. Am ausgeprägtesten dürfte es bei den meisten wohl im akustischen Bereich sein, aber auch die Temperaturwahrnehmung weicht häufig von der neurotypischer Menschen ab.

Des öfteren höre ich von anderen Menschen, dass sie im Winter nicht mit dem Fahrrad fahren, weil es ihnen angeblich zu kalt sei. Für mich als leidenschaftlichen Radfahrer wäre das undenkbar. Gerade das Fahren im Schnee (, den wir leider gerade nicht haben,) hat seinen Reiz. Eigentlich müsste ich ja häufig krank sein, da ich mich so oft im Kalten aufhalte und auch schon mal bei einstelligen Temperaturen ohne Jacke losfahre. Auch meine Mutter meint natürlich, dass dies unvernünftig sei, wenn ich aber auf meine Lebensjahre zurückblicke, fällt auf, dass ich nur selten krank war. Bin ich also abgehärtet, weil ich die Kälte ohnehin weniger spüre?

Eine solche Abhärtung wäre bei gegenteiligen Wetterverhältnissen wirklich vorteilhaft. Bei über dreißig Grad versuche ich normalerweise, drinnen bleiben zu können, lässt es sich aber doch nicht vermeiden, halte ich schnell nach Schattenplätzen Ausschau. Wie ich es manchmal schaffe, eine solche Hitze überhaupt auszuhalten, habe ich mich letzten Sommer schon einmal gefragt. Noch unverständlicher ist es mir, warum sich manche das auch noch freiwillig antun und zum Sommerurlaub in Länder fahren, in denen es noch viel heißer ist als hier. Ich glaube nach Mallorca würden mich im Sommer keine zehn Pferde kriegen.

Trotzdem macht es mir kaum etwas aus, wenn ich mir versehentlich kochendes Wasser über die Hand kippe, aber ich denke, dass hat ohnehin mehr mit dem Schmerz- als dem Temperaturempfinden zu tun, ist also wieder ein Thema für sich.

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Ein Gedanke zu „Wärme und Kälte

  1. Meine Mutter regt sich auch immer dermaßen auf, wenn mein Bruder und ich in T-Shirt draußen laufen im Winter bei minus Temperaturen. Uns ist es aber egal. Mein Bruder und ich finden es ab 18 Grad schon zu warm und versuchen die Sonne zu meiden.
    In warme Länder fahre ich trotzdem gerne, zum Strand in das Wasser 🙂
    Ich dusche unter heißen Wasser und verbrenne mich andauernt ohne es zu merken, oder kippe um weil es zu heiß ist. Ich versuche gerade zu lernen, källter zu duschen.

    ich wünsche dir noch einen schönen Abend 🙂

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