Wie halte ich das eigentlich aus?

Genau diese Frage stelle ich mir im Moment bei dieser Hitze.

Zur Zeit haben wir ja Rekordtemperaturen. Laut Vorhersage soll es bei uns im Leipziger Land heute noch 37 Grad werden, was ich innerlich stöhnend zur Kenntnis genommen habe.

Manchmal frage ich mich wirklich, wie die Leute solche Temperaturen nur aushalten. Während viele so etwas auch noch als „angenehm“ bezeichnen und sich so viel wie möglich draußen aufhalten, bin ich froh über jedes Stück Schatten, das ich irgendwo finde. Ich denke ich werde das nie so richtig nachempfinden können, meine Temperaturwahrnehmung ist ohnehin anders und ich freue mich dementsprechend eher auf den Winter.

Da meine Idealtemperatur ja eigentlich 18 Grad ist und es für mich bei über 25 schon sehr ungemütlich wird, müsste ich bei einer solchen Hitze, wie wir sie jetzt haben ja längst einen Kreislaufzusammenbruch erlitten haben. Aber irgendwie scheine ich es doch aushalten zu können, vormittags ging sogar an beiden Pfingsttagen die Gartenarbeit, um die Zeit war es aber auch noch nicht so heiß.

Im Sommer nutze ich generell lieber den kühlen Morgen aus, am Sonntag machte ich zum Beispiel meine obligatorische Radtour verständlicherweise nicht mitten am Tag sondern stand dafür extra um drei Uhr morgens auf. Ich habe viele schöne Fotos machen können (Hohenmölsen bei Sonnenaufgang ist schon was Feines 😉 ) und das bei erfrischend kühlen Temperaturen. Kaum jemand würde wohl an einem Sonntag freiwillig um diese Zeit aufstehen, aber ich bin ja ohnehin ein Frühaufsteher, der in der Woche wie am Wochenende um fünf den Tag beginnt.

Tagsüber ist es dann aber weniger angenehm, selbst drinnen habe ich dieser Tage sehr mit der Hitze zu kämpfen, mein Zimmer ist nicht nur im Dachgeschoss, sondern hat jeweils auf der Ost- und auf der Südseite mehrere Fenster. Was in anderen Jahreszeiten also bezüglich der Aussicht ein deutlicher Vorteil ist, wird im Sommer zum Nachteil, da hilft nur: alle Fenster, wo gerade nicht die Sonne steht, den ganzen Tag auf und jeweils die Sonnenseite komplett zuziehen. Immerhin ist mein Zimmer dadurch nicht mehr heißer als andere auch, das Einschlafen dauert momentan aber trotzdem deutlich länger und ist fast nur noch bei auch nachts geöffneten Fenstern möglich, etwas, das ich sonst eigentlich eher vermeide, nicht nur wegen der Geräuschkulisse draußen.

Gestern habe ich mit unserem Pegauer Kirchenchor zum Pfingstsingen auf der Groitzscher Wiprechtsburg mitgesungen. Mir graute bei diesen Temperaturen schon davor, da wir mitten in der Sonne singen und auch noch mit dem Blick zu jenem fiesen grellen Ball stehen würden, zwei Dinge mussten also unbedingt mit: etwas zu trinken und eine Sonnenbrille, die ich natürlich direkt beim Singen nicht aufsetzen konnte, das hätte nicht so gut gewirkt. Obwohl die Hitze wirklich extrem war, ließ es sich komischerweise doch einigermaßen aushalten, auch wenn die Haare auf dem Kopf ebenso wie die Kleidung auf der Haut zwischenzeitlich fürchterlich gejuckt und gekratzt haben.

Ich war aber dann doch froh, wieder zuhause zu sein und frage mich, ob ich heute auch noch die Hitze aushalten kann. Nur drinnen bleiben geht nicht, da ich noch Einkaufen und nachmittags nach Leipzig muss. Mal sehen, ob ich dieses Wetter überstehe.

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Ein Gedanke zu „Wie halte ich das eigentlich aus?

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