Soziale Netzwerke – Segen oder Fluch?

Eine Welt ohne Facebook oder Twitter, das wäre heutzutage wohl undenkbar.
Es kann ja auch ganz nützlich und in unserer globalisierten Welt schon fast notwendig sein.
Man kann sich die verschiedensten Dinge unkompliziert erzählen, schnell Termine ausmachen, gemeinsam Urlaubsbilder anschauen oder zusammen über etwas debattieren.
Man könnte meinen: „Super, dass es so etwas gibt!“
Doch sind Facebook und Co. wirklich so durchweg positiv, wie es manchmal den Anschein hat? Gibt es da nicht vielleicht zwei Gesichter und wie stehen Autisten zu solchen sozialen Netzwerken?
Viele, insbesondere jüngere Leute definieren sich, auch rivalisierend gegenüber anderen, über die Anzahl ihrer „Facebook-Freunde“ und richten fast automatisch ihr Selbstwertgefühl anhand dessen aus.
Man fragt sich manchmal, wie viele ihrer sogenannten „Freunde“ jene überhaupt persönlich kennen und doch drückt es eine tiefe Sehnsucht aus, wahrgenommen, geliebt und bewundert zu werden.
Für mich wären soziale Netzwerke nichts weiter als eine Last. Es wäre mir schlicht und einfach zu anstrengend und stressig, ständig „on“ zu sein oder immer nachschauen zu müssen, wo ich denn nun „meinen Senf dazugeben“ könnte.
Ich wüsste auch gar nicht, was ich schreiben sollte und vor allem: mit wem denn überhaupt?
Somit liegt es also nahe, dass ich in keinem sozialen Netzwerk angemeldet bin, es aber selbst niemandem absprechen möchte, schon gar nicht denen, für die eine Nutzung dessen wirklich Vorteile hat.
Dann kommt natürlich das Thema Privatsphäre dazu, für das manch Facebook-Nutzer gänzlich das Gefühl verloren zu haben scheint. Bei manchen Menschen ist fast das gesamte Leben auf Facebook zu lesen (und das Internet vergisst nicht!).
Man kann also schnell feststellen, das soziale Netzwerke meist zwei Gesichter haben, so nützlich und gut sie für gewisse Personengruppen auch sein mögen.

Wenn man unter den Autisten schaut, wie es dort mit der Nutzung der sozialen Netzwerke aussieht, wird der Anteil schon deutlich kleiner.
Die meisten Menschen aus dem Autismusspektrum haben nur sehr wenig Sozialkontakte, was brächte da also die Nutzung eines sozialen Netzwerkes?
Es gibt aber auch genug Autisten, die erfolgreich soziale Netzwerke nutzen, insbesondere autistische Blogger. Viele von denen nutzen zum Beispiel Twitter ergänzend zu ihrem Blog.
Für mich wäre das nichts, aber ich komme ja auch ganz gut ohne aus.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s